Wappen von Musbach Obermusbach

Gemeinderats-Protokoll von 1834 bis 1847



Im Gemeinderaths-Protokoll sind die Beschlüsse des Gemeinderates und des Bürgerausschusses protokolliert.

Wir wollen hier auszugsweise mit Datum die Original- Niederschriften, ins Schriftdeutsche übertragen, wiedergeben um einen Überblick über die Tätigkeiten des Gemeinderates in der Zeit von 1834 bis 1847 darzustellen.
Kursiv geschriebene Texte sind Original übertragen, während Nichtkursive Texte den Sinn nach übertragen wurden. Die Gründe liegen hierfür bei der teilweise schlechten Lesbarkeit und der Länge der Ausführungen. Ein x bedeutet ein nichtlesbares Wort, bei einem ? ist die Ubersetzung nicht sicher.
 
2. Oktober 1834
Auf Aufforderung des Königlichen Oberamtes dem Gemeindepfleger ein Gehalt zu zahlen, hat der Gemeinderath beschlossen demselben jährlich 21 Gulden auszusetzen.
So beschlossen
Gemeinderath Seeger Hofer Hofer Braun Wurster
 
29. April 1835
Die ledige Esther Bauer, Tochter des Johann Georg Bauer, Zimmermann von hier, erscheint vor den Gemeinderath und bittet zum Behuf vorhabender Verheutathung und bürgerlicher Niederlassung in Egenhausen, Oberamt Nagold, um Ausstellung eines Geburtsbriefes.
Willfahrend wird gedachter Esther Bauer mit Stimmeneinheit beschlossen zu bezeugen, daß
1. Dieselbe die eheliche Tochter obgedachten Georg Bauer und seiner verstorbenen Ehefrau Magdalena geb. Freyin, und laut vorgelegten Taufschein am 29. Januar 1803 zu Obermusbach geboren ist,
2. das sie sich zur evang. Lutherischen Confession bekennt,
3. daß sie Würtembergische Staatsbürgerin undn Gemeindebürgerin in Obermusbach ist,
4. daß dieselbe hinsichtlich ihres Prädikats unseres Wissens von keinen der in dem Gesetze vom 15. April 1828 Art. 19 bezeichneten Mängel leidet,
5. daß was ihr Vermögen betrifft, dieselbe nach glaubhaftem Ausweise von ihrem Vater, den wir nach seinem eigenem Vermögen zu Abrechnung eines solchen Heirathsguths für bestätigt erachten, einschließlich des mütterlichen Erbguths zum Heurathsgut erhält
an Liegenschaft---0
an Kapital u. anderen Ausständen---0
an baarem Geld---222 Gulden
an sonstiger Faheniß (mit Ausschuß der Kleider und des Leibweißzeugs) etwa---90 Gulden
x erspartes Geld, in Kapitalien ausstehend, hat sie---300 Gulden
im Ganzen also---612 Gulden
besitzt.
6. daß ihrem Austritt aus dem diesseitigem Gemeindeverbund unseres Wissens kein Hinderniß im Wege steht.
Dies Verhandlung bekräftigen am obigen Tag
Schultheiß u. Gemeinderath Seeger Hofer Braun Wurster Hofer
 
16. Januar 1836
Der ledige Joh. Martin Ziefle, Sohn des verstorbenen Johann Martin Ziefle, Bauer von hier, erscheint vor dem Gemeinderath und bittet zum Behuf  vorhabener Verheurathung und bürgerlicher Niederlassung in Unterjettingen, Amt Herrenberg um Ausstellung eines Geburtsbriefes.
Seiner Bitte willfahrend wird demselben Joh. Martin Ziefle, mit Stimmeneinheit bezeugt
1. daß derselbe der eheliche Sohn des + Johann Martin Ziefle und seiner noch lebenden Ehefrau Anna, geb. Schmidin, und laut vorgelegten Taufschein am 15. Dezember 1803 dahier geboren ist.
2. das derselbe sich zur evangelischen lutherischen Confession bekennt,
3. daß er würtembergischer Staatsbürger u. Gemeindebürger zu Obermusbach ist,
4. daß derselbe hinsichtlich Prädikats unseres Wissens an keinen der u. dem Gesetze vom 15. April 1828 Art. 19 bezeichneten Mängel leidet,
5. daß, was sein Vermögen betrifft, derselbe nach glaubhaften Ausweise von seiner Mutter, die wir nach ihrem eigenen Vermögen zu Abrechnung eines solchen Hausraths für befähigt erachten einschließlich des väterlichen Erbguts zu Heurathsgut erhält und mit Einrechnung dieses Heurathsguts
an Liegenschaften = 0
an Kapital u. anderen Ausständen = 1200 Gulden
an baarem Geld = 1200 Gulden
an sonstiger Faheniß (mit Ausschluß der Kleider und des Leibweißzeug) = 60 Gulden
im Ganzen also = 2460 Gulden
besitzt.
7. daß seinem Austritt aus dem dieseitigen Gemeindeverbund unsres Wissens kein Hinderniß im Wege steht.
Diese Verhandlung bekräftigen am obigen Tag
Schultheiß u. Gemeinderath:
Seeger Hofer Hofer Braun Wurster Ziefle
 
20. April 1836
Ochsenwirth Umhofer dahier wurde unter heutigem Datum vor den Gemeinderath zitiert, weil er aus Eigenmächtigkeit auf hiesiger Markung, ohne befragen, Weideplatz umgraben läßt, und ihm da er auf Schultheißnamtliches Untersagen seine Geschäft nicht einstellte, einstweilen eine Ordnungsstrafe von 1 Gulden 30 Kreuzer angesetzt.
Die Anerkennung der Strafe bezeugt
Keine Unterschrift von Umhofer sondern ein Kommentar "Diese versamlug wirt woll bichzieger"
Unterschrift Schultheiß Seeger
 
16. Mai 1836
Bei der auf Absterben der Ehefrau des Jacob Fridrich Hofer Bürger und Bauer von hier, heut verichthete Eventual-Theilung, wird für die hinterbliebenen 5 noch minderjährigen Kinder
a. Johann Adam
b. Anna Maria
c. Barbara
d. Johannes
e. Jacob Friedrich,
Johannes Hofer Bürger und Müller von Grünthal als Pfleger xx waisengerichtlich verpflichtet.
Unterschrift Johannes Hofer
Zur Beurkundung Waisengericht Seeger Hofer Braun
 
24. Januar 37
Bei der auf Absterben der x Joh. Braun, Bauers Wittwe von hier, heute errichteten Realtheilung wurde Jacob Friedrich Hofer Gemeinderath von hier für den abwesenden und Verschollenen Sohn Johannes Braun, als Pfleger aufgestellt u. verpflichtet. Unterschrift Jakob F.D.Hofer
Zur Beurkundung Seeger Hofer Wurster
 
25. Juni 1837
Der Gemeinderat und Bürgerausschuß von Obermusbach erklären, daß die zur Ergänzung des Schullehrers-Gehalts auf 200 Gulden erforderliche 22 Gulden 29 1/2 Kreuzer auf das Schulgeld umgelegt werden soll, nachdem der Abzug von diesen 22 G 29 1/2 Kr gemacht wurde, welcher sich aus der längst angeregten Veränderung in Beziehung  und Besorgung der Basurlien im Kirchspiel ergeben wird.
der Gemeinderath Seeger Hofer Braun Wurster Ziefle
+ Bürgerausschuß Wurster Frey Bauer Mast Bohnet
Die Treu der Abschrift beurkundet
Obermusbach, den 29. Juli 1837 Schultheiß Seeger
 
Obermusbach, den 6ten Juli 1838
Da durch den Wegzug des Verwaltungs Acteurs Köstlin in Reichenbach die Stelle eines Verwaltungsacteurs für diejenigen Geschäfte, welche derselbe gesetlich bei dem Gemeinderath versehen darf erledigt worden ist, so versammelte sich heute der Gemeinderath um zur Wahl eines neuen Verwaltungsacteurs zu schreiten.
Der Gemeinderath beschließte einstimmig.
1. Daß die Verwaltungsacteur Geschäfte von dem Gemeinderath dem Verwaltungsacteur Schmid in Aach übertragen werden und daß
2. Dieser Beschluß dem K. Oberamt zur Genehmigung vorgelegth werden soll.
Die Verhandlung bezeugt der Gemeinderath Seeger Wurster Hofer Braun Ziefle
 
Oberamt Freudenstadt Gemeinde Obermusbach
Verhandelt den 9 ten Juli 1838
Das Unterzeichnete Collegium hat mit Rücksicht auf die Verfügung vom 8. Juli 1828 (Reg. Bl. Seite 60A), und in Betracht daß die x mäßigen Einnahmen der hießigen Gemeindepflege nicht 2,400 fl. betragen, und der gegenwärtige Rechner Namens Johann Adam Hofer in guten Vermögens Umständen ist und ein gutes Prädikat besitzt den Beschluß gefasst demselben die Einlegung einer Caution zu lassen.
Unterschrift Gemeinderath Seeger Hofer Braun Wurster
 
Verhandelt den 9 ten Juli 1838
Unter dem heutigen verbindet sich die Ehefrau dieses Rechners, vor dem versammelten Gemeinderath, für alle aus der Amtsführung ihres Gatten bereits erwachsenen und noch erwachsenden Forderungen an denselben als Hauptschuldnerin zu haften.
Unterschrift Christina Hoferin
die bezeugt der Gemeinderath Schultheiß Seeger, Gemeinderäthe Braun Wurster Hofer Ziefle
Die Echtheit der Unterschriften und die bemerkte Bürgschafts-Übernahme überhaupt beurkunde sich mit dem Bemerken, daß die mir wohlbekannte Ehefrau des Rechneers in diese Beurkundung eingewilligt habe. Unterschrift Schultheiß Seeger
Gesehen und genehmigt
Freudenstadt den                        Oberamt
Anmerkung Redaktion. Datum und Unterschrift Oberamt fehlen
 
Verhandelt den 20. Juli 1838 vor den ?
Unterm heutigen wurde in hiesiger Gemeinde die ordentliche Revision des Brans-Catasters besorgt, und die Innwohner hiervon in Kenntniß gesezt. Von zur Anmeldung gebracht wünschen höhere? Taxationen eintreten zu ? wurde ?.
Cataster Bl. 18 Nr. 13 Lehens Bauernschaft als Sägmühle Besizer,
weg zu niedere Anschlags überhaupt , und Bedachung des Dachs mit Ziegeln von 1200 f / 1500 f somit höher 300 f.
Bl. 23 Nr. 17A Michael Wurster, Bauer
das Wasch und Bakhaus vom Keller getrennt daher excatatrirt 100 f.
Bl. 23 Nr. 17B Derselbe
von einem neu erbauten Wasch und Bakhaus, mit Einrichtung zum Potascheherden
act. pro 200 f / 500 f ab 100 = Rest zu ? 400 f.
weitere Aenderungen - keine -.
Zur Beurkundung !
der Verwaltungs Acteur in Aach Schmid
Bauschäzer Seeger Hofer Braun
 
Verhandelt den 14. Nov 1838 vor den hirnach Unterzeichneten
Nach einer Mitteilung des K. Gerichts-Notarias Tübingen d.D. 6. Dez 1837 fiel der Ehefrau des Imanuel Strobel, Katharina zu Obermusbach ansßig von ihren verstorbenen StiefOheim, Wendel ? zu Lustnau, unterm 29. Nov. 1837
Nr. 1
ein Ehrhalt lautTeilungsteuer von 321 f  13,4 k und zwar mittelst Anweisung bei ? Munz zu Lustnau
Capsten? 12 Dec 1836 - 57 f 24
? auf 348 Tg - 2 f 43 Summe 60 f 7.
Baar bei den Pfleger Raas? in Lustnau 26 f 6 k = 321 f 13 k.
Dieße Ehrhalt? wurde - weil die ?dantin nicht bei der ?verhandlung erschienen war, an das königl. Amtsnotariat Dornstetten, von dem Gemeindepfleger Raas? von Lustnau im Dez. 1837 übersendet.
Nr. 2 
Nach dem mit übergebenen Verweis-Zettel aber von obigen  261 f 6 k abgezogen: Weisenhausgebür 3 f 13, baare Entlohnung der Sterbrechnung Ehefrau 3 f, für Paten desgeldes? & ? 53 k = -7 f 6 k. Restmithin 254 f.
Diese wurden übergeben:
1. ? = 100f,
1. ? = 84 f,
4. ? 6 Stük a 10 f = 60 f,
1. ? = 10 f. Summe 254 f.
xx
Unterschrift Amtsnotariat Dornstetten
Postcarte Auslage u. mehrere Schreiben nach Altensteig u. Obermusbach - 54 k.
Für die Übergabe der Gelder u. ? - 24 k, in Summe 1 f 2 k.
Rest 252 f 38 k.
Welche unter dem heutigen Tag dem - für die Imanuel Strobelschen Eheleute von Gemeinderaths? wegen bestelltes ? Matteus Zifle, Gemeinderath dahier baar übergeben worden sind, mit folgenden Urkunden als
1 VerweißZettel aus der RealTeilung des Wendel ? von Lustnau den 23. Nov. 1837 pro? 321 f 13 k.
1 ÜbergabeZettel des GdePfleger Reeß von Lustnau über Absendung des Geldes aus Amtsnotariat Dornstetten über ? baar ?.
Abzug übergeben 261 f 6 k.
1 Schreiben des Stadt?weisenamt Altensteig wegen einer Forderung des ? Bruderpflegschaft mit 74 f.
samt? vom 1. Jan 38 ? 26. Oct? 38.
u. anderen Geld wurde der hirobige Betrag in den vorbeschriebenen Pak? und ? übergeben mit 254 f.
dagegen die davon so ? 1 f 2 k be?.
Randbemerkung: Amtsnotar ?.
Den Empfang obiger Urkunde u. Geldes be? Mathäus Ziefle.
Zur Beurkundung Gemeinderäthe Hofer Braun Hofer Wurster
 
Es liegt folgender Brief im Gemeinderathsprotokoll-Buch:
Königliches Hochlöbliches Oberamt:
Der Gemeinderath ersucht daß königliche Oberamt wegen unserer Feuerspritze, weil sie am letzen Ruggericht dem Königl. Oberamt vorgeführt wurde, und von dem Oberamt geprüft wurde, so bittet der Gemeinderath, daß Königl. Oberamt daß Gutachten dazu geben.
Obermusbach den 17. Jan. 1839
Schultheiß Gemeinderath Hofer Ziefle Hofer
Es gibt eine Randbemerkung von Oberamt, die aber schwer zu lesen ist.
 
14. Februar 1839
Schwarzwaldkreis Kammeralamt Dornstetten mit dem Lehensträger Adam Klumpp zu Obermusbach
 
Daß Kammeralamt Dornstätten hat nach dem Lagerbuch des vormaligen Klosters Reichenbach von 1667 Fol. 506 aus einem Lehngut des damals Christian Weißer in Besitz hatte, und worüber nach nunmehr vorgegangener Zertheillung, Adam Klumpp als Träger aufgestelt ist, folgende jährlich Gefälle zu beziehen.
Geld --- 1 Gulden 25 Kreuzer
1 alte Henne --- 8 Kreuzer
1 junges Huhn --- 4 Kreuzer
Summe 1 Gulden 37 Kreuzer
Haber 4 Viert. Horber Meß.
nach neuer Tesnation
2 ? 3 Schil
4 Gulden 1/2 K
 
Nachdem sich der Träger im Namen der sämtlichen Mittheilhaber erklärt hat diese Gefälle zur Ablösung bringen zu wollen und nach dem die Kl. Finanzkammer des Schwarzwaldkreises durch Decr. vom 1. Febr. 1839 se 4,231 die  hohe Zustimmung hierzu ertheilt hat, wurden für die Ablösung folgende Bedingungen aufgenommen
1. Das Ablösungs Capital berechnet sich beim Gulden a. 1 Gulden 3 Schil bei 20fach zu 32 Gulden 20 Schil . Haber, sich gemäß dem Gesetz v. 23. Juni 1821 Rgbl. M:36,8 u. 328, a 2 Gulden 24 Schil auf ein Gulden Geldwerth von 52 Pfennig?, stellt ebenfalls in 20fach Betrag = 17 Gulden 20
Zusammen 49 Gulden 40
Welches sogleich nach erfolgter Gerich Erkentniz bar bezahlt und von Martini 1838 an mit 5 % verzinslich.
Die Staatsfinnazverwaltung für immer auf den Bezug dieser Gefälle verzichtet daß gerichtliche Erkenntniß welches nach gescheih? Definiltiren Genehmigung gegenwärtiger Vertrag stadtfindet hat ohn Kosten für beide ? Theilen zugestehen zu Stet unf Festhaltung vorstehenden Vertrag verbinden sich unterschriften. Von Seiten der Staatsfinanzverwaltung daß  
K. Kammeralamt Dornstädten Maier
 
Schwarzwaldkreis Kammeralamt Dornstädten
Gefällablösungsvertrag mit den LehenTräger Ochsenwirth Friedrich Klumpp zu Obermusbach
 
Daß Kammeralamt Dornstetten hat nach dem Lagerbuch des vormaligen Klosters Reichenbach vom 1667 Fol 475b aus einem Lehengut, des damals Georg Mast innehatte, folgende jährliche Gefälle zu beziehen.
Geld = 1 Gulden 48 1/2 Kr
für 2 alte Hühner a 8 Kr = 16 Kr
für 2 Junge do a 4 Kr = 8 Kr
zusammen 2 Gulden 12 Kreuzer
Haber 1 Malter Horber Maß
oder nach unserer Reduction = 5 f 38 Schil.
Nach dem sich der Träger in Namen der sämtl. Mittheilhaber erklärt hat diese Abgaben ablösen zu wollen, und nach die K. Finanzkammer des Schwarzwaldkreises durch Decret vom 1. Febr. d.J. M. 1231 die hohe Zustimmung hierzu erhält, wurde für die Ablösung folgende Bedingungen aufgenommen.
1. Daß Ablösungs Capital berechnet sich bei 2 Gulden 12 1/2 Kreuzer Geld x im 20fachen Betrag zu 44 Gulden 10 Kreuzer,
beim Haber, der sich nach dem Gesetze vom 23. Juni 1821 Regblat 36 S 328
2 Gulden 24 per Schef. auf einen GeldWerth von 1 Gulden 44 Kr stelt.
Zusammen 50 Gulden 50 Kreuzer
 
Welches sogleich nach erfolgter gerichtlicher Kenntnis bar bezahlt und von Martini 1838 an mit 5 % verzinßt wird.
2. Die Staatsfinanzverwaltung für immer auf den Bezug dieser Gefälle verzichtet.
Daß gerichtliche Erkentniß, welches nach geschehener defmitiven Genehmigung gegenwärtigen Vertrags stadt findet hat ohne Kosten für beide contrahirende Theile zu geschen.
Zu Stet und Festhaltung vorstehenden Vertrags verbinden sich Unterschriften
Dornstadten, den 14. Febr. 1839
von Seiten der Staatsfinanzverwaltung daß Kammeralamt Dornstädten  Maier
Träger und sämtliche übrigen Confiten
Klumpp Hofer Hofer Wurster Mast Bohnet Wurster ad Klumpp
 
Den Empfang des Ablösung-Capital von 78 Gulden 50 Kr Zinsen von Martini 1838 bis Marti. 1839 = 2 Gulden
Dornstadten den 17. Mai 1839
Kög. Kammeralamt Bus. Franz
 
Schwarzwaldkreis Kammeralamt Dornstätten
Gefällablösungsvertrag mit
dem Lehen Träger Schultheiß Jakob F.D. Hofer, zu Obermusbach
 
Das Kammeralamt Dornstetten hat nach dem Lagerbuch des vormaligen Klosters Reichenbach von 1667 Fol. 496 aus einem Lehengut das damals Thomas Bohnet im Besitz hatte u. worüber nach nunmehr vor sich gegangener Zertrümmerung Schultheiß Hofer als Träger aufgestellt ist, folgende Gült zu beziehen:
Geld = 43 1/2 Kr.
für 1 alte Heun = 8 Kr.
für 1 junge dto = 4 Kr.
Summe 55 1/2 Kr.
Haber 4 Viertel Horber Maß
Th = 2 fry 3 Wrtg 4 Eck
statt deren jedoch in Folge vor sich gegangener frischer Reduction des Horber Masses erhoben wird = 2 Sri 3 V 4 1/2 E.
 
Nachdem sich der Träger im Namen sämtlicher Mittheilhaber zur Ablösung dieser Gefälle erklärt und die K. Finanzkammer des SchwarzwaldKreises durch Dekret vom 1. Febr. 1839 Nr. 1231 die hohe Zustimmung hierzu ertheilt hat, werden hierüber folgende Bedingungen aufgenommen.
1. Das Ablösungs Kapital berechnet sich beim Geldzins von 55 1/2 Kr im 20fachen Betrag zu 18 Gulden 30 Kr.
Haber
welcher sich gemäß dem Gesetz vom 23. Juni 1821 (Reg. Bl. No. 36 S. 328) a 2 Gulden 24 Kr pr. Schfl. auf einen Gelds-Werth von 52 Kr. stellt zu 17 Gulden 20 Kr.
Zusammen 35 Gulden 50 Kreuzer
welches sogleich nach erfolgter gerichtlichen Erkentniß bar bezahlt und von Martini 1838 an mit 5 % verzinst wird.
 
2. Die Staats Finanz Verwaltung für immer auf den Bezug dieses Gefälle verzichtet.
3. Das gerichtliche Erkenntniß, welches nach geschehener Definitiver Genehmigung gegenwärtigen Vertrags statt findet, hat ohne Kosten für beide Kontrahirende Theile zu geschehen.
4. Von dem 2fach ausgefertigen Ablösungs Vertrage erhält der GefällAblöser 1 Exemplar.
Zu Stet und Festhaltung vorstehenden Vertrags verbinden sich unterschriftlich
Dornstetten/Obermusbach den 14. Feb. 1839 
Im Namen der Staats Finanz Verwaltung das K. Kammeral Amt Dornstetten  Mayer
Träger und sämtliche übrige Censiten Klumpp Hofer Hofer Wurster Mast Bohnet Wurster And. Kauz
 
Schriftlich erkannt
Obermusbach den 29. April 1839
Gemeinderath Hofer Hofer Wurster Braun Seeger Ziefle
 
Den Empfang hirübigen Ablösungs Kapitals von 35 Gulden 50 Kr nebst Zins von Martini 1838 bis 15. Mai 1839 nach 186 Tagen zu 5 % = 55 Kr.
zusammen 36 Gulden 45 Kr.
Dornstetten den 15. Mai 1839
Kammeralamt Buchh. Franz AV
Vorstehende Gefäll Ablösung wird hirmit genehmigt.
Reutlingen den 26. März 1839
Königl. Finanzkammer für den Direktor Zellner
Kammeralamt Dornstetten pr. 11. April Mack
 
Obermusbach
Oberamt Freudenstadt und Cammeral Dornstädten
Vertrag über Ablösung sämtlicher genden Gefälle. x Orts
Siehe Seite 16
Nach der oberamtlichen Zeeden Verzeichniß angeschlossenen speziellen Kammeralamtlichen Nachweisung und Finanzkammer Dekrets vom 30. Juni 1838 Nr. 7,609 hat das Kammeralamt in Obermusbach folgende Zeeden Gefälle jährlich zu beziehen:
 
Seite 16
Lit. 5
 
Obermusbach
Ober Amts Freudenstadt und Kammeralamts Dornstetten
Vertrag über Ablösung sämtlicher Zeeden (Zehnten) Gefälle 1ten Orts
 
Nach der dem oberamtlichen Zeeden Verzeichnis angeschlossenen speziellen kammeralamtlichen Nachweisungen und Finanzkammer Decrets vom 30. Juni 1838 Nr. 7,609 hat das Kammeralamt in Obermusbach folgende Zeeden Gefälle jährlich zu beziehen:
Aus dem Hause
des                           Hühnergeld    Rauchhaber
Jakob Bauer            16 Kr.             2 Sri. 3 1/2 V
Johannes Frey         12 Kr              2 Sri. 3 1/2 V
zusammen                28 Kr              5 Sri. 3 V
sh. in Geld                                   a  2 Gulden 40 Kr
                   p. Schl.                         1 Sl. 55 Kr
zusammen Geld                               2 Sl. 23 Kr
 
Diese wünscht die Gemeinde laut oberamtlicher Nenachrichtigung vom 26. vor Monats abzulösen, daher folgende Urkunde darüber aufgenommen wird.
§1 Die Gemeinde löst gedachte Gefälle im 16. faihen Betrag mit 38 Gulden 8 Kr.
zahlbar auf Martini 1839 und bis dahin mit 4% verzinslich, ab.
§2 Die Bezahlung erfolgt aus einer Hand und Kostenrechnung an das Kammeralamt Dornstetten.
§3 Nach gänzlicher Berichtigung des Ablöse Kapitals verzichtet die Staats Finanz Verwaltung für immer auf den Bezug dieser  Gefälle.
§4 Die gerichtliche Erkenntnis erfolgt kostenfrei für beide Theile die Kosten von Verfertigung gegenwärtiger Vertrags Urkunde leidet die Gemeinde.
§5 Beide kontrahiranden Theile behalten sich die höhere Genehmigung vor.
§6 Von gegenwärtigem 2fach auszufertigenden Vertrag erhält jeder Contrahent ein Exemplar.
Zu Stet u. Festhaltung vorstehenden Vertrags machen sich unterschriftlich verbindlich
Dornstetten den 9. März 1839
Von Seiten der Staats Finanz Verwaltung
Kammeral Verwalter von Dornstetten Mayer
von Obermusbach
Gemeinderath Hofer Seeger Ziefle Braun Wurster Hofer
Bürgerausschuß Frey Bauer Bohnet Wurster Mast
ndt. K. Oberamt Friz
 
Schriftlich erkannt
Obermusbach den 29. April 1839
Gemeinderath Hofer Hofer Wurster Braun Seeger Ziefle
 
Den Empfang obiger
38 Gulden 8 Kr Ablösungs Kapital 
46 Kr Zins von Martini 1838 bis 15. Mai 1839 auf 186 Tage zu 4 %
zusammen 38 Gulden 54 Kr
Dornstetten d. 15. Mai 1839
Kammeralamt Buchh. Franz AV:
Vorstehender Gefäll Ablösungs Vertrag wird hiermit unter der Bestimmung genehmigt, daß die Ablösungsschillinge vom Verhalter in der letzmals entrichteten Abgabe zu verzinsen seyen.
Reutlingen den 9. April 1839
Königliche Finanz Kammer für den Direktor Zellner
Kammeralamt Dornstetten 4,209 Mack
 
24. Febr. 1839
Die Ortsvorsteher wurden angewiesen, die Ministrial Verfügung vom 7. d.M. Reg.Blatt 69 in Betreff des Verbots der Theinahme der Gemeindebeamten an Versteigerungen und Akkorden in Gemeindesachen zur Erkenntnis der Gemeinderäthe zu bringen, und daß dies geschehen.
beurkundet Gemeinderath Ziefle Hofer Wurster Seeger Braun
 
Abschrift
Auszug aus dem Stiftungs Raths ?
Obermusbach den 24. September 1839
 
Ferner beschließt der Stiftungsrath und Bürgerausschuß,
daß hinfort nach Art. 22 0 des neuen Schulgesetzes vom Dafr. 1838 von jeden die Werktag- oder Sonntag-Schuler besuchende Schuler aus der Gemeindenpflege-Fechs-Kreuzer in dem Schulfond bezahlt werde, dagen der bisherige Betrag von 2 Gulden 24 in den Schulfondt aus dem Heiligen aufgehoben seyen soll.
zur Beurkundung 
Gemeinderath Hofer Hofer Braun Ziefle
Bürgerausschuß Wurster Mast Bohnet
 
Abschrift
Auszug aus dem Stiftungsrath-Protikol
Obermusbach, den 29. Sept 1839
 
Da der Hebamme in Untermusbach welche auch die Hebamme für Obermusbach ist ihr Wartgeld in der Art durch Stiftungsrath und Bürgerausschuß in Untermusbach erhöht wurde daß derselben 1 Klafter TannenScheiterholz jährlich von Seiten der Gemeinde zugesagt wurde, so beschließt der Stiftungsrath und Bürgerausschuß von Obermusbach, die Hälfte dieser Zulage übernehmen so daß von Obermusbach aus der Hebamme Cordula Keeg je ums andere Jahr abwechslungsweise mit Untermusbach 1 Klafter Holz verabreicht wird.
zur Beurkundung
Der Stiftungsrath Pfarrer Klein? Hofer Hofer Seeger Wurster Ziefle Braun
Bürgerausschuß Mast Bauer Mich. Wurster
 
Oberamt Freudenstadt
Obermusbach Auszug aus dem Gemeinderathsprotikol
 
Im beisein des Bürgerausschußes nach Ministerial Verfügung vom 20. Merz 1840 Reg.Bl. Fol.39 ist in der Gemeinde ein Strasaufseher aufzustellen, Welcher seinen Belohnung aus der Gemeindekasse zu beziehen hat. Man hat nun diesen Gegenstaand in Berathung gezogen und wird so fort  beschlossen den Bauer Martin Wurster von hier mit dessen Geschäft zu beauftragen über seine Obgelegenheit gehörig zu belehnen zu Verpflichten und ihm eine dahrliche? Besoldung von 1 Gulden. 
Gemeindrath und Bürgerausschuß
Randbemerkung: Die Übernahme so wie die geschehe Verpflichtung Beurkundung Wurster
 
11. Juli 1840
Es fand eine Revision der Brandversicherung statt.
Neu aufgenommen wurde,
Neu erbaut, Holzschopf mit Ziegeldach von Joh. Martin Wurster, Werth 100 Gulden,
Neu erbaute Holzschopf Matheus Ziefle, an der Waseschwelle, Werth 100 Gulden
 
Verhandelt den 19. Febr. 1841 vor beiden bürgerlichen Collegien
Von Seite der Staatsfinazbehörde ist aus Versehen unter? worden den Alten, im Mai 1839 verstorbenen Zimmermann Georg Bauer im ? und in der Bürgersteuer x zu streuhen, so daß er mit 2 f 2 k Gewerbe und Bürgersteuer Abl B. x 1839/40 N10.
aufgeführt zu x.
Beschluß, nun die beyden bürgerlichen Collegien in Abgang verrechnen zu dürfen x dem Rechner Adam Hofer x 1840/41 zu ersezen?.
Zur Beurkundung Gemeinderath Hofer Seeger Braun Wurster Ziefle
Bürgerausschuß Wurster Mast Bohnet
 
Obermusbach, verhandelt den 22 ten April 1841
Auf daß ansuchen der annam Wurster von hier die Absicht erklärt hat, zu zumm Dorf O/A Nagold sich niderzulassen wird von dem unterzeichneten Gemeinderath beurkundet:
1. daß gedachte Annamaria Tochter des Michael Wurster und seiner Gattin Maria geb. Schittenhelm und laut vorgelegten Taufschein am   zu Obermusbach geboren ist.
2. daß dieselbe zur evegelischen Confession sich bekennt,
3. daß sie zur zeit verehlicht mit     und Wüfer?,
4. daß sie Württembergergischer Staatsbürgerin und Gemeindebürg zu Obermusbach ist,
5. daß sie hinsichtlich ihres Prädikats unseres Wissens an keiner der in dem revidirten x Gesetz von 4. Dez. 1833, art 19 bezeichnet Mangel leit,
6. daß was ihr Vermögen betrifft, auch x nach Glaubhaften ausweißen von ihrem Vater den wir nach seinem eigenen Vermögen zur Abreichung eines solchen Heirathsguts für befähigt erachten. Zu Heirathsgut erhält an baaren Geld 1800 f.
x 100 f besitz, wovon nichts in x bei stehen und worauf unsers Wissen keine Schulten haften,
7. daß ihrem Austritt kein Hinderniß aus dem dießeitigen Stats und Gemeindeverbund unseres Wissens kein in Wegen steht. 
Obermusbach, den 22.ten April 1841 Gemeinderath Hofer
 
26. April 1841
Heute wurde dahier die Gutsverkäufe des Michael Wurster an seinen Sohn Friedrich Wurster u. an Adam Hornberger und Consorten gerichtlich erkannt. Es hat bei dieser Veranlassung den Sohn Friedrich erklärt, daß er für alle und jede Schulden seines Vaters welche von den noch ausstehenden Kaufschillingen etwa ausbezahlt werde könnten als Bürger, Schuldner und Selbstzähler sich verbindlich mache ohne Rüchsichd ob jene Schulden viel oder wenig betragen.
Er verzichtet auf alle Einwände so wie auf die Vorausklage? und willigt zu Bewirkung eines Vorzugs Rechts in die nachgesagte Beurkundung des Gemeinderaths von dem er die obige Bürgschaft übernommen hat,
ein Kraft seiner Unterschrift auf Vorlesen Friedrich Wurster
Das der Friedrich Wurster hiesiger Bürger uns wohl bekannt versehende Verbindlichkeit im unteren Gegenwerth übernommen hat,
beurkundet Gemeinderath Hofer Braun Wurster Hofer Seeger Ziefle
 
e.g.s.
Bei der heutigen Gemeinderathssitzung wurde über folgende Kontrakte gerichtlich erkannt:
1. ober den Waldverkauf des Michael Wurster an Adam Hornberger u. Cons. pro 5200 Gulden mit den im Kaufbuch Bl. 118 gemachten Bemerkung.
2. über den Gutsverkauf des Michael Wurster ihre? Eheleuten an die Friedrich Wurster ihren? Eheleuten, ebenfalls mit denn in Kaufbuch Bl.119 genannten Bemerkungen.
3. über den Waldverkauf des Hirschwirth Martin Müller zu Grünthal an seinen Tochtermann Joh. Georg Müller von dort.
4. über den Gutskauf des Peten Braunschen u. Jacob Friedrich  Braunschen Eheleute pro 11600 Gulden. Kfb. Bl. 114_123
5. über die Verkauf des Friedrich Klumpp an
a. Sebastian Frey v. Schwarzenberg pro 8212 Gulden
b. Martin Wurster 704 Gulden
c. Johannes Mast 625 Gulden
d. Adam Klumpp 106 Gulden
e. Adam Klumpp u. Johannes Blöchle 400 Gulden
Zur Beurkundung Gemeinderath Hofer Seeger Hofer Wurster Braun Ziefle
 
2. Juli 1841
In Folge des unterm 4. Jan. d.J. gegebenen Preißes über die Gemeindepflegerechnung 1839/40 auf S. 3 haben sich heute die beiden bürgerlichen Collegien in der Absicht versammelt zu beraten, wie hoch sich bis dato der Aufwand auf das Neue Schulhaus Bauwesen belaufe und Berathung zu pfleegen, auf welche Art derselbe aufzubringen und zu diesen Preise.
Die zuerst angestellte Berechnung zeigt einen gesammten Aufwand von 2317 Gulden 5 Kreuzer,
welcher auch statt gefundener Berathung auf folgende Art gedacht werden soll.
u.z.
1. sage? das nach lezter Rechnung sich heraus gestellte Remanet von 500 Gulden 
sodenn
2. das Activ Capital von der Gemeindepflege 100 Guldenhierzu zu verwenden,
3. zu Deilung des Rests aber eine Capital Aufnahme zu bewerkstelligen von 1700 Gulden.
 
Der nachfolgende schwer lesbare Text wurde nicht übertragen
 
Beschluß
es sei zu diesem Vorhaben höhere Genehmigung nachzusuchen
zur Beurkundung
Gemeinderath Hofer Hofer Seeger Ziefle Wurster
Bürgerausschuß Wurster Mast Bohnet Frey
 
20. Juli 1841
Es findet eine Revision des BrandCatasters statt. Schätzer sind Schultheiß Hofer, Johannes Blechle Maurermeister aus Untermusbach, Jacob Dosten Zimmermeister aus Untermusbach.
Eingeschätzt wurde das neu erbaute Schulhaus.
Wie folgt beschrieben:
2stockiges Wohnhaus, mit Stallung, Holzschopf und gewölbtem Keller und Ziegeldach
das Gemeindeschulhaus am Sägmühleweeg
Werth 1500 Gulden
 
15. Juli 1841
Kammeralamt Dornstetten
Vertrag mit den Gemeinden Igelsberg et Obermusbach über die Ablösung von Fruchtbeifuhrfrohnen.
 
Nach dem Lagerbuch vom Kloster Reichenbach von 1667 II Band Bl. 244b & 401b bis 409b sind die Innsassen von Obermusbach u. Igelsberg welche Lehen, so Hufrecht u. die Waldgerechtigkeit haben, besitzen schuldig und verbunden, die Gültzehend und Astignatiens Früchte so dem Kloster Reichenbach alljährlich gefallen und bei anderen Verwaltungen angewiesen wurden in der Frohn u. einem gewissen Tag an den betreffenden Orten abzuholen u. nach Reichenbach zu führen, dieser Tag richtet sich nach der Entfernung der Orte u. Beträgt p. Schffl. 2, 3 und 4 Kreuzer.
 
Laut einer von diesen beiden Gemeinden unterm 10. März 1838 bei durch Oberamt Freudenstadt abgegebenen Erklärung sind dieselben gesonnen, diese Frohpflicht abzulösen.
Nach der vom Kameralamt gefertigten u. von der K. Finanzkammer des Schwarzwald Kreises ervidirten u. genehmigten 30jährigen Durchschnitttsberechnung beträgt abzüglich der Gegenleistungen der Jahreswerth dieser Frohn Verbindlichkeit = 19 Gulden 18 2/3 Kreuzer.
Worauf sie vermöge hohen Entschlusses vom 29. Sept. d.J. (M 12,464) dem Kameralamt die Ermächtigung erteilt wurde, mit Unterstellung der persönlichen Eigenschaft dieselben einen Ablösungs Vertrag abzuschliessen und zur definitiven Genehmigung vorzulegen.
Hiernach wird nun über diese Ablösung folgende Urkunde aufgenommen.
§1 Die Gemeinden Igelsberg u. Obermusbach lösen gedachte Frohnverbindlichkeite im 10fachen Betrag mit Ein Hundert Neunzig drei Gulden (193 G) ab.
Randbemerkung: 193Gulden 7 Kr Ablösungs Kapital der Gemeinden,
193 Gulden 7 Kr, aus dem Ablösungsfond ist beizuschließen: der 6fache Betrag 115 Gulden 52 Kr, zusammen 308 Gulden 59 Kreuzer.
§2 Nach Eröffnung der höheren Genehmigung des Vertrags von Seiten der K. Kreis Regierung erfolgt baare Bezahlung des Ablösungs-Schilling.
§3 Die Gemeinden haften solidarisch für die Bezahlung der Ablösungs-Sum me mit dem gesammten Gemeinde-Vermögen.
§4 Die Staats-Finanz-Verwaltung verzichtet von nun an für ewige Zeiten auf die Leistung dieser Frohnpflicht.
§5 Beide Kontrahirende Theile behalten sich die Genehmigung ihrer vorgesetzten Behörden vor.
§6 Das gerichtliche Erkenntnis erfolgt unentgeltlich.
§7 Für die 3fache Abschrift dieses Vertrags haben die Gemeinden die erlaubten Gebühren, sonst aber keine weitere Unkosten zu bezahlen.
§8 Gegenwärtig 3fach ausgefertigten Vertrag stets u. fest zu halten, machen sich verbindlich,
Dornstetten / Igelsberg & Dornsteten den 19. Oktober 1840 
K. Kammeralamt Dornstetten Mayer
Gemeinderath u. Bürgerausschuß
Igelsberg Schultheiß Ziefle Seid Faißt Frey Eberhard Kappler Obmann Stokinger Schinz? Girrbach Sekmann
Obermusbach Hofer Hofer Seeger Braun Ziefle Wurster Mast Klumpp Wurster Wurster Bohnet
zur Beurkundung K. Oberamt Freudenstadt Fleischhauer
Mit dem Beifügen genehmigt, daß die gesetzliche Verzinsung des Ablösungs-Schillings mit dem 1. Jan. 1841 beginnen soll, wenn derselbe bis dahin noch nicht berichtigt wird.
Reutlingen den 10. Dez. 1840 p.18.kjm. K. Finanz Kammer Wetter?
Kammeralamt Dornstetten 15,464 Enselin Pro O.A.Fr.1841 / 739
Gegenwärtigen Frohnablösungsvertrag wird von Gemeinde x stifts wegen der Genehmigung ertheilt.
Reutlingen d. 15. März 1841
Köngl. Kreis Regierung für den Direktor Widenmann
Köngl. Oberamt Freudenstadt 3,043
 
Über vorstehenden Vertrag wurde laut Gemeinderath Protokoll S.35 heute gerichtlich erkannt, die beurkundet
Igelsberg den 15. Juli 1841
Gemeinderath Ziefle Kappler Said Frey Eberhard Pfeile
dergleichen
Obermusbach den  Juli 1841
Gemeinderath Hofer Seeger Hofer Ziefle
 
Verhandelt am 26. May 1841 vor den beiden bürgerlichen Collegien
Auf besonderes Verlangen der beiden bürgerlichen Collegien ist Verwaltungs Acteur Schmid von Aach heute gereißt, um die vom 2. Jul. v.M. x Verhandlung zu leiten, auf welche Weise der große Schulhaußkostenaufwand auf x woher wir ihren an Tagegeld und Reisekosten - drei Gulden- unter Vorbehalt x x x
Zur Beurkundung Gemeinderath Hofer Hofer Wurster Ziefle Braun
Bürgerausschuß Wurster Mast Bohnet
 
Verhandelt am 3. Septbr. 1841 vor dem Gemeinderath und Bürgerausschuß
1. Wird über die Bezahlung des Verwaltungsacteurs Schmid verhandelt.
2. Wird die Bezahlung Schmids für die Schulhausrechungsprüfung behandelt.
 Wegen der schlechten Lesbarkeit hier keine weitere Übertragung.
 
Dem Königlichen Oberamt Freudenstadt, Obermusbach den 15. Dez. 1841
Habe ich gehorsamst zu berichten daß der Gemeinderath auf 14. Dez. nach Eintrag in das Gemeinderathsprotokoll Blat 27 beschlossen hat, die Felduntergänger zu beauftragen von zwei zu zwei Jahre die Marksteine der Markung zu untersuchen und das x zu ergänzen oder zu berichtigen.
Schultheiß und Rathsschreiber Hofer
 
14. Juni 1842
An dem heutigen Tage wurde durch den OberamtsMühlschauer Kurnardz? und Beiziehung der Bauschau Commision die Obermusbacher überschlägige Sägmühl in Beziehung der Brandversicherung dahier abgeändert, Daß das Hochgebäude zu 600 Gulden und daß laufende Werk zu 900 Gulden eingeschätzt wurde.
beurkundet
Oberamts Mühlschauer Kursnardz 
Schultheiß Hofer
Zimmermann Bauer
Mühlmeister Wurster
 
10. Juli 1842
Verhandelt von der ordentlichen Bauschau Schultheiß Hofer hier, Maurermeister Blöchle   u. Zimmermeister Doster v. Untermusbach
Es wurde eine Revision des Brand Catasters durchgeführt.
Neu erbaut: Außer dem Hause des Friedrich Klumpp welcher lt. besonderer Urkunde vom 20. Dez. 1841 neu erfaßt wurde zu 2100 Gulden.
 
Abgebrochen: Gemeinde, 1stockigtes Wohnhaus das alte Schulhaus dahier excuxarts 1000 Gulden
 
erhöht
bei Sebastian Frei, Ochsenwirth Geb. Nr. 6 wegen bedeutender Verbesserung und bisher zu x.
v. 3500 / 7000 X ..= 3500 Gulden
 
Geb. Nr. 6A  das Waschhaus 150 / 200 x .. = 50 Gulden
 
zur Beurkundung
Verwaltungs Actuar Schmid
Bauschauer Hofer Maurer-Meister Blöchle Zimmermeister Doster
 
20. August 1842
Auf Ansuchen des Friedrich Wurster Bauer dahier, welcher die Absicht erklärt hat Hörschweiler sich niederzulassen, wird von dem unterzeichneten Gemeinderath beurkundet, daß er
1. der eheliche Sohn des Michael Wurster u. seiner Gattin Anna Maria geb. Schittenhelm u. mit vorgelegten Taufschein am      dahier geboren ist.
2. daß derselbe zur ev. lutherischen Religion sich bekennt,
3. daß er verehlicht ist mit Eva geb. Seeger u. Vater von einem Kind, welches noch unter väterlicher Gewlt steht u. seinen Eltern nach Hörschweiler folgen soll.
4. daß er würtemb. Staatsbürger u. Gemeindebürger zu Obermusbach ist,
5. daß derselbe hinsichtlich seines prädikats unseres Wissens an keinem der in dem revidierten Bürgerrechtsgesetz vom 4. Dez. 1833 Art. 19 bezeichneten Mängel leidet.
6. daß was sein Vermögen betrifft, derselbe laut Protokolls, aus seiner Liegenschaft erlöst hat 10000 Gulden u. seine Fahenis sich belaufen mag aus 300 Gulden.
Zusammen 10300 Gulden, worauf unseres Wissens keine Schulden haften.
7. daß seinem Austritt aus dem diesseitigen Gemeindeverbund unseres Wissens kein Hinderniß im Weg steht.
Gemeinderath Hofer Seeger Wurster Braun Hofer
 
29. Oktober 1842
Die unten bezeichneten Gemeindevorsteher, als Abgeordnete der Gemeinden von Ober- u. Untermusbach haben sich heute versammelt, um über die Korrektion der Straße bei dem s.ge. Schaafloch sich zu berathen.
Nach dem durch den Oberamts Wegmeister AV. Amann den Anwesenden das Nöthige über den Bau an Ort u. Stelle aus einander gesetzt worden, so haben sich die Gemeinden darüber erklärt.
1. Uebernimmt jede Gemeinde die Herstellung der Straße nach dem neuen Plan nach der jetzigen Markungs Eintheilung.
2. Die Herstellung der Ueberfahrtdohle auf dem Ober- Untermusbacher Weg übernimmt die Gemeinde Obermusbach alleinig, dieselbe trägt noch hälftig zur Herstellung des neuen Wasserwegverbaus u. zur Verlegung der Kandel am Hallwanger - Obermusbacher Weg bei.
3. Die Gemeinde Obermusbach stellt obenbemerkte Ueberfahrts Dohle von Stein her.
4. ´Machen die Gemeinden Ober - u. Untermusbach sich verbindlich, die Unterhaltungskosten, den Kandel, der über die Hallwanger Obermusbacher Straße führt die Unterhaltung des neuen Abzug-Kanals so wie der Dohle, welche über den Untermusbacher Weg führt gemeinschaftlich zu leiden, auch selbst, wenn der ganze fragliche Platz ganz auf eine oder die andere Markung fallen würde.
Daß die Gemeindevorsteher sich zu dieser Uebereinkunft verstanden.
Schultheiß Hofer, Hofer Obermusbach
Schultheiß Schittenhelm, Ziefle, Müller Untermusbach
 
 ohne Datum, im November 1842
 
Johannes Hofer Müller von Grünthal erscheint und trägt vor, er habe seinem Pflegesohn Johannes Mast, Sohn des Adam Mast, vormaliger Ochsenwirth dahier, welcher jetzt in einem  Alter v. 27 Jahre steht, am 31. Oktober 1834 von seinem mütterlichen Vermögen zum Betrieb des Mezgerhandwerks in Ehnz? mit Bewilligung des Vaters und den überigen Verwandten des Pflegesohns 400 Gulden mitgegeben, bei der Abfur seiner 5ten Rechnung seyn nun rechergiert? worden, er solle nachträglich noch die Legitimation des hiesigen Waisengerichts zur Ausbezahlung dieser 400 Gulden beibringen.
Unterschrift Johannes Hofer
der Gemeinderath faßt nun den Beschluß:
den Johannes Hofer zu Ausbezahlung der 400 Gulden nachträglich zu legitimiren, da der Pflegesohn dieses Geld zum Betrieb seine Handwerks nöthig hatte, und der Vater d. Nutznießer seine Einwilligung laut der bey den Johannes Mastschen Rechnung liegenden Urkunde hierzu gab.
zur Beurkundung
Gemeinderath Schultheiß Hofer Seger Hofer Braun Wurster
 
Anmerkung Redaktion: Johannes Mast ist laut Ortsippenbuch nach Amerika ausgewandert.
 
5. Dezember 1842
Nach §13 der Reinsche des Ruggerichts vom 20. April 1842 soll zu Aufbewahrung der Feuerspritze eine Remise erbaut und ein Rathszimmer u. ein angemessenes Gefängniß errichtet werden. Der Vorstand trägt diese Sache dem Gemeinderath vor. Derselbe spricht inm Erwägung, daß zu Aufbewahrung der Feuerspritze derzeit hinlänglicher und paßender Raum vorhanden ist, die Sitzungen des Gemeinderaths in einem paßenden Lokal des Schultheißen abgehalten werden, u. es in der kleinen Gemeinde äußerst selten ist, daß ein Gefängniß gebraucht werden muß, die Gemeinde auch durch die Errichtung dieser Gebäudelichkeiten in bedeutende Kosten u. in Schuldenstand versetzt würde, aus diesen Gründen wurde beschlossen:
von der Anschaffung einer Feuerspritzen-Remise u. von Errichtung eines Rathzimmers u. eines Gefängnisses abzusehen.
zur Beurkundung.
Der Gemeinderath Schultheiß Hofer Seeger Hofer Braun Wurster
 
19. Dezember 1842
Für den verschollenen Johannes Braun wurde heute, da der seitherige Pfleger Schultheiß Hofer die Pflegschaft nicht mehr länger behalten darf, Jakob Friedrich Braun dahier als Pfleger aufgestellt u. Verpflichtet.
zur Beurkundung Friedrich Braun
Gemeinderath Hofer Hofer Seeger Wurster
 
14. Juli 1843
Bei der 20ten Mai d. J. hier vor sich gegangenen Ablös der Gemeindepflege Rechnung v. 1. Juli 1841/42 wurde zu
§13
abhörrichterlich recerviert
Neuestens ist ein Preiß zwischen der Gemeinde und den Waldbesizern dahier erledigt worden daß von den letzteren die Gemeinde eine Abfindungssumme von 2500 Gulden an die Gemeinde bezahlt werden solln.
Diese Summe gehört zum Grundstock und ist in der nächsten Rechnung einzubringen.
Die beiden bürgerlichen Collegien wollen die Austheilung dieser Förderung dem Verwaltungsactuer Schmid von Aach übertragen und beschließen:
mit Rücksicht darauf, daß es ein ordentliches Geschäfth und daß die Waldfläche in etwa 40 Theilen bestehend in Ermanglung öffentlicher Bücher aus den Karten der Landesvermessung vorerst zu erheben ist, als Belohnung 4 Gulden auszusagen.
zur Beurkundung
Gemeinderath Hofer Hofer Braun Wurster Seeger
Bürgerausschuß Wurster Mast Braun
 
Obermusbach den 16. Aug 1843
Nach dem der Beschluß des Stiftungsrathes & Bürgerausschußes d.d. 8. Aprl 1842
" der treuhen aus der Stiftungs Pflege an den Schulfond verabreichten Betrag von 2 f 2 k jährlich wiederum von der Stiftungspflege zu erheben" von Königl. Gemeindschaftl. Oberamt wieder zu weiterer Berathung zurückgegeben wurde, ist so Obamt zur Genehmigung vorgelegt werden, beschließen die genannten Collegien in Betracht daß die Lehrmittel für die Schule in Obermusbach mit dem Betrag von 6 k für jeden Werktags und Sonntagsschulen aus der Gemeindekaße nicht gebührend angeschaft werden kann indem die Zahl der Sonntags und Werktags-Schüler gegenwärtig nur 23 beträgt, so soll der Beitrag für jeden Schüler aus der Gemeindepflege auf 12 k erhöht und dieser Beschluß dem K.Gemeinschaft. Oberamt zur Genehmigung vorgelegt werden.
Zur Beurkundung
der Stiftungsrath Pfarrer Klein? Hofer Ziefle Braun Wurster
Bürgerausschuß Wurster Braun Bohnet 
Das Oberamt hat gegen diesen Beschluß nicht x, derselbe ist jedoch in das Gemeinderaths-Protokoll einzutragen.
Freudenstadt den 19. Aug. 1843 K.Oberamt
 
24. September 1843
Unterm heutigen erscheint der Zimmermeister Adam Kübler von Wittlensweiler Accordent des hiesigen Schulhauses vor dem Gemeinderath und Bürgerausschuß, und bittet um einen Beitrag, da er an dem hiesigen Schulhause sehr viel verloren habe, es versammelt sich dieser Gemeinderath und beschließt:
Daß dem Kübler ein Beitrag von 10 Gulden in Hinsicht dessen, daß er wie er vorgibt, sehr viel verloren hat, verabreicht werden solle.
Zur beurkundung
Gemeinderath Ziefle Hofer Braun Seeger
Bürgerausschuß Wurster
 
27. Januar 1844
Der hiesige Schulmeister hat bisher das Impfgeschäft ihne Belohnung besorgt, derselbe ist aber schon einige mal vor dem Gemeinderath erschienen, und bittet um eine Belohnung für dieses Geschäft, es beschließen daher die beiden bürgerlichen Collegien demselben hierfür eine jährliche Belohnungvon 1 Gulden anzusagen u. höher Genehmigung nachzusuchen.
Zur Beurkundung
Gemeinderath Ziefle Hofer Seeger Hofer Wurster
Bürgerausschuß Mast Bohnet Braun Bauer
 
17. Juli 1844
Die jährliche Revision der Brand Cataster hat mann nach vorhergegangener Bekanntmachung auf heute festgesetzt, es wurde aufgenommen:
Geb.Cat.Bl.22 A: Martin Wurster, Bauer wegen zu niedem Anschlag erhöhet um 1500 Gulden,
Geb.Cat.Bl.21 A:Johannes Mast, Hirschwirth wegen zu niedem Anschlag erhöht 1000 Gulden,
Geb.Cat.Bl.19 A:Adam Bohnet, Bauer wegenn zu niedem Anschlag erhöht um 1500 Gulden,
Geb.Cat.Bl.4 A:Martin Seeger, Bauer wegen zu niedem Anschlag erhöht um 1000 Gulden,
Geb.Cat.Bl.6 A:Matheus Ziefle, Schultheiß wegen zu niedem Anschlag um 1000 Gulden,
Geb.Cat.Bl.2 A:Jak. Friedr. Braun wegen zu niedem Anschlag erhöht um 500 Gulden,
Geb.Cat.Bl.8 A:Jakob Bauer, Zmann erhöht wegen zu niedem Anschlag um 200 Gulden.
Zur Beurkundung
Verwaltungs Actuar Schmid
Bauschäzer Hofer Zimmermann Dosten Maurermeister Kern
 
Anmerkung Redaktion: Als Schultheiß ist Matheus Ziefle aufgeführt.
 
19. Mai 1844
1. Adam Hofer Guthsbesitzer und Gemeinderath hier trägt vor, daß er seinem Neffen Adam Bohnet bei seiner Verheurathung ein Geschenk von 3000 Gulden gemacht habe, über das er zu erkennen bitte, das Geschenk habe er von seinem eigenen Vermögen gemacht u. keine Bedingung daran geknüpft, dasselbe sey auch unwiderruflich.
Unterschrift Adam Hofer
 
Der miterschienene Schenknehmer Adam Bohnet erklärt daß er das Geschenk seines Oheims den Aber? angenommen habe u. ebenfalls um das gerichtl. Erkenntniß bitte.
Unterschrift Adam Bohnet
 
Sofort wurde der Vertrag in Berathung gezogen und in Betreff daß der Schenkgeber als ein sehr wohlhabender Mann bekannt ist u. durch das gegebene Geschenk von 3000 Gulden können als gefährdet erscheint, hat man einstimmig beschlossen:
Das gemeinderäthlich Erkenntniß - wie hiermit geschichtüber das mehr erwähnte Geschenk von 3000 Gulden zu entscheiden.
 
2. Dem Gemeindepfleger Johann Mast ist die Leistung einer förmlichen Aktion erlassen worden, es erklärt aber nun dessen Ehefrau Christina geb. Kohler vor dem Gemeindrath daß sie für alle aus der Verwaltung ihres Ehemanns entstehenden Forderungen der Gemeinde-Kasse als Prinzipal Schulnerin mit der Wirkung hafte, daß er in der Wahl benannter Kasse stehen solle, welchen von beeden Ehegatten dieselbe nun die ganze Forderung betragen wolle. 
Dieselbe hat dies, ihre werthliche Weisung vor dem vers. Gemeinderath zu Protokoll gegeben.
Unterschrift Christina Mastin
Beschluß
Hiernach eine Urkunde auszufertigen.
 
3. Adam Bohnet, Bürger dahier, verheurathet, 29 Jahre alt, seit 3/4 Jahren Besitzer des Adam Klumppsten Guts dahier, bringt vor daß er bei höherer Behörde um die Erlaubnis zu Einrichtung einer Bierbrauerei nachsuchen wolle u. zu diesem Behuf um ein gemeinderäth. Zeugniß bitte.
Beschluß:
Ein Zeugnis dahin auszustellen, daß
a. Adam Bohnet die Bierbrauerey bei Bierbrauer Scheikart? von Freudenstadt erlernt u. von Martini 1837 bis 20. Sept. 1840 sich bei demselben befunden u. ein gutes Zeugniß sowohl als Bierbrauer, als in Beziehung auf seine Aufführung erhalten habe, daß ersodann
b. anderthalb Jahre als Bierbrauer gereißt seye,
daß ferner
c. die Errichtung einer Bierbrauerey u. Brennweinbrennerei hier gewünscht werde, indem noch keine Bierbrauerey sich hier befinde u. der Brauwein meistens von Auswärtigen Güthern hierher gebracht werde welche selten gute Waare haben.
d. daß dem Adam Bohnet ein gutes Prädikat zur Seite stehe.
Vorstehende Verhandlung anerkannt
Gemeinderath Ziefle Hofer Hofer Seeger Braun Mast
 
27. August 1844
Kameralamt Dornstetten
Obermusbach Ablösungsvertrag über 4 K jährliche Gefälle
 
Randbemerkung: Obermusbacher Forstzins Haischbuch Ano 160 Fol. 11
 
Schulmeister Fetzer in Untermusbach besitzt 1 Morg. 3 1/2 Viert. 9 Rath Mehfeld das auf der unteren Mad, aus welchem das Cameral Amt einen jährlichen Forstzins von 4 Kr zu erheben hat. Nach dem sich der Zinsreicher zur Ablösung fraglicher Schuldigkeit erklärt hat, wird mit ihm folgender Vertrag abgeschlossen.
§1. Das Ablösungs Capital, welches 1 Gulden 20 Kreuzer beträgt, wird auf Martini d.J. baar bezahlt und bis dahier vom legten Verfall x, Martini 1843 an mit 5 % verzinst.
 
§2. Nach vollständiger Bezahlung des Ablösungs Capitals sammt Zins verzichtet das Kameral-Amt, Namens der Staatsfinanz-Verwaltung für immer auf den Bezug des Gefälls.
 
§3. Die Ablösung verursacht keine Kosten für den einen oder anderen Conturhanten.
 
§4. Von gegenwärtigen Vertrage, welcher 2 fach ausgefertigt wird, erhält der Ablösende ein Confegs.
 
In Kraft der Unterschriften
Dornstetten / Untermusbach den 20. Jan. 1844
K. Kameral Amt Dornsteten Mauer
Zinsreicher Schulmeister Fezer
 
Vorstehende Abschrift beurkundet
Dornstetten den 30 Januar 1844
K.Kameralamt Stain
 
Über vorstehenden Vertrag wurde heute gerichtlich erkannt
Obermusbach den 27 August 1844
Gemeinderath Ziefle Seeger Wurster Hofer Hofer
 
Genehmigt Reutlingen den 3. Febr. 1844
Köngl. Finanzkammer Zeller
 
27. August 1844
Kameral Amt Dornstetten
Obermusbach
Vertrag
über die Ablösung von 10 Kr a hl jährlicher Gefälle.
Randbemerkung: Forstzins Haischbuch von Obermusbach Bl.17
 
Mathäus Schröter von Kälberbronn, welcher aus 2 Morg. 2 1/2 Rath Wiesen im Rübgärten alljährlich 10 Kr a hl Forstzins zu entrichten hat, hat sich zu deren Ablösung erklärt dem zufolge nachstehendes Vertrag mit ihm abgeschlossen wird.
 
§1. Das Ablösungs Capital welches 20fach 3 Gulden 33 Kreuzer beträgt, wird auf  Martini d.J. baar bezahlt und bis dahin mit 5 % verzinst.
 
§2. Zur Sicherstellung des Kameral-Amts für die berechnete Abkaufs-Summe wird nach Maßgabe des Art 4S des Pfandgesezes ausdrücklich bestimmt daß die Vollziehung des Vertrags bis zu vollkommener Berichtigung der Vertrags Forderungen dermaßen aufgehoben bleiben soll, daß das Cameral Amt befugt ist alle aus dem bisherigen Rechtsverhältnisse entsprechende Rechte, eben so wie früher, gegen jeden Besitzer des belasteten Guthsin so lange geltend zu machen, als dasselbe nicht für seinen aus gegemwärtigem Vertrage nachstehende Forderung an Capital und Zins befriedigt sein wird.
 
§3. Nach erfolgter Berichtigung des Ablösungs Capitals sammt Zins verzichtet das Kameral Amt Namens der Staats Finanz Verwaltung für immer auf den Bezug des Gefälls.
 
§4. Die Ablösung verursacht keine Kosten für den einen oder den anderen Contarhanten.
 
§5. Von gegenwärtigem Vertrage welcher 2fach ausgefertigt wird erhält der Ablösende ein Gangbar.
 
In Kraft der Unterschriften
Dornstetten / Herzogsweiler den 26 April 1844
Der Zinsreicher Mathäus Schröter
K. Kameralamt Maier
 
Vorstehende Abschrift beglaubigt
Dornstetten den 26 April 1844
K. Kameral Amt Maier
 
Über vorstehenden Vertrag wurde heute gerichtlich erkannt
Obermusbach den 27 August 1844
Gemeinderath Ziefle Seeger  Wurster Hofer Hofer
 
Genehmigt Reutlingen den 18. Mai 1844
K. Finanzkammer Weng
 
Freudenstadt den 29. September 1845
Auszug aus dem Erlaß der K. Kreisregierung vom 13. September 1845 betreffend die Medicinal Visitation im Juli 1844.
Man will die Gemeinde Obermusbach aus den von denselben vorgebrachten Gründen, namentlich wegen ihrer sehr geringen Bevölkerung, von der Aufstellung eigener Hebamme diszansirt.
Königliches Oberamt Süstund
 
Obermusbach den 10. November 1845
Unter Beziehung auf den in Nummer 65 des Atsblattes bekannt gemachten Ministerialerlass betreffend die Mitwirkung der Ortsgeistlichen bei der Besorgung des Armenwesens.
Es wird von dem Gemeinderath Oberusbach beschlossen steths bei allen Berathungen über Armenschau den Orts Geistlichen um ihre Theilnahme zu ersuchen.
Gemeinderath Ziefle Hofer Hofer Mast Seeger Wurster
 
2. Dezember 1845
Nach dem Königlichen Hochlöblichen OberAmtsGerichtlichen Rag. ist Jakob Friedrich Hofer Pfleger des Jakob Friedrich Mast von hier, und Adam Hofer Pfleger der Eva Mastin zur Beeidigung vollzogen worden. Den 2. September  1845
Schultheiß Ziefle
Pfleger Hofer Hofer
 
14. Merz 1846
Auf Absterben des Jakob Bauer Zimmermann dahier wurde für die sechs minderjährigen Kinder daselben benammtlich
1. Johan Michael
2. Anna Maria Christine
3. Johann Georg
4. Esther
5. Anna
6. Christian
Jakob Friedrich Hofern Schulheiß dahier als Pfleger aufgestellt und in Pflichten genommen.
Auf Verlesen
Unterschrift Jakob F.D. Hofer
Beurkundet den 14. Merz 1846
Waisengericht Ziefle Hofer Seeger
 
2. Juli 1846
Es wird von dem Gemeinderath beschlossen, daß bei einem Feuerausbruch wo mann mit der Feuer-Spritze abzufahren hat, daß derjenige welcher zuerst ein Pferd an die Feuer-Spritze bringt 2 Gulden 42 Kreuzer zu erheben hat.
Derjenige welcher das 2 Pferd bringt 2 Gulden zu erheben hat, für die 2 letzten Pferde für ein jedes 1 Gulden 30 Kreuzer zu erheben ist.
Sollte im ort Feuer ausgehen so hat derjenige welcher das Amtliche Schreiben von dem Ortsvorsteher dem königlichen Ober Amt überbringt, 3 Gulden zu erheben.
Gemeinderath Ziefle Hofer Seeger Hofer Mast
 
Es wird von dem Gemeinderath beschloßen, daß der Zehentrechner jährlich 1 Gulden Lohn zu erheben hat.
Genehmigt Ziefle Hofer Hofer Seeger Mast
 
4. August 1846
Auf das Ansuchen des Christian Wurster von hier welcher die Absicht erklärt hat sich zu Unterrietlingen häuslich niederzulassen und zu Verheurathen wird von dem Unterzeichneten Gemeinderath hiermit beurkundet.
1. Das gedachte Person der ledige Sohn des Jahannes Wurster und seiner Gattin Anna Maria geborene Reuter ist und laut vorlegendem Taufschein am 30. Juli 1823 zu Obermusbach geboren ist.
2. Das derselbe zur evangelischen Confesion sich bekennt.
3. das er Würtemberischer Staats- und Gemeinde-Bürger zu Obermusbach ist.
4. Das derselbe hinsichtlich seines Prädikats unseres Wissens an keinem der in dem Gesetz vom 4. Dezbr. 1833 Art. 19 bezeichneten Mängel leidet.
5. Das was sein Vermögen betrift, derselbe nach glaubhaften Ausweis von senen Eltern als Hausrathgut erhält 2000 Gulden.
Eigenes 100 Gulden, im ganzen also 2100 Gulden.
6. Das seinem Austritt aus dem diesseitigen Gemeindeverbund unseres Wissens kein Hindernis im Wege steht.
Gemeinderath Ziefle Hofer Seger Hofer Mast
 
10. August 1846
Auf das Ansuchen des Peter Bohnet von Obermusbach welcher die Absicht erklärt hat zu Herzogsweiler häuslich niederzulassen und zu Verheurathen wird von dem Unterzeichneten Gemeinderath hiermit beurkundet.
1. Das gedachte Person der ledige Sohn des gewesenen Adam Bohnet und seiner Gattin Elisabetha geborene Hornberger ist und laut vorliegendem Taufschein am 12. Juli 1821 zu Obermusbach geboren ist.
2. Das derselbe zur evangelischen Confesion sich bekennt.
3. Das er Würtembergischer Staat- und Gemeinde Bürger zu Obermusbach ist.
4. Das derselbe hinsichtlich seines Prädikats unseres Wissens an keines in dem Gesetz vom 4. Dezbr. 1833 Art. 19 bezeichneten Mängel leidet.
5. Das was sein Vermögen betrift, derselbe nach glaubhaften Ausweis von seinen Ältern als Hausrathgut erhält 2000 Gulden.
Eigenes 50 Gulden.
Im Ganzen also 2050 Gulden.
6. Das seinem Austritt aus dem dieseitigen Staats u. Gemeinde Verbund unseres Wissens kein Hindernis im Wege steht.
Gemeinderath Ziefle Hofer Seeger Hofer Mast
 
12. August 1846
Es ist von dem Gemeinde Colegien beschloßen worden, daß von Neueintretenden Bürger einen Beitrag zu den Feuerlösch-Gerätschaften von 12 Kreuzer ein jeder zu bezahlen hat.
beurkundet
Gemeinderath Ziefle Hofer Seeger Hofer Mast
 
19. November 1849
Obermusbach Gerichtsbezirk Freudenstadt
Adam Bohnet Bürger und Brierbrauer dahier und seine Ehefrau gebohrene Blöchle wollen zu Bezahlung anderer Schulden ein Anlehen von 2800 f aufnehmen hirfür können Sie folgende Liegenschaft versichern:
Etwa ein Wohnhaus Brand Versicherungsanschlag 4000 f, Gemeinderäthlicher Anschlag 3800 f.
1/4 Morgen Garten und 2 Viertel 4 R Wiese im ? beede Stäten beim Haus - 250 f.
Die Hälfte an 22 Mg 1 1/2 Vtl 27 Rth Wieße und Akerfeld im Roth neben Matheis Ziefle und Johannes Mast - 1000 f.
Die Hälfte an 3 Morg Mehfeld allda aneinander - 200 f.
2 Morg 2 1/2 Vtl 6 R Akerfeld im Geßles Aker oder Mad der Aker neben Alt Schultheiß Hofer - 350 f.
3 Morgen 2 1/2 Vtl Streuplatz und Waldung im Eichholz am Basches Mad - 150 f.
3 7/8 Morg 37 Ruthen Wiesen und Akerfeld im Obere Mad oder Weilersteig - 100 f.
6 Morgen Streuplatz im Eichholz neben Jakob Friedrich Hofer - 300 f.
Summe 6150 f, Sechstausend Einhundertfünfzig Gulden.
Daß die beede  Bohnetschen Eheleute ein Gutes Prädikat besitzen. Es wird noch bemerkt daß dieses Geld mit 2800 f an den Gemeinderath zu bezahlen ist in dem diese Unterpfänder versichert sind und von diesem Geld das Unterpfand bezahlt werden muß.
Die Bewilligung der Ehefrau Unterschrift Eva Bohnet
Zur Beurkundung den 19. November 1847
Gemeinderath Ziefle Wurster Hofer Ziefle Seeger Mast
 
Obermusbach den 26.November 1849
Es erscheint Martin Stöhr von Untermusbach und klagt gegen Adam Bohnet Bauer von hier daß derselbe ihm noch von einer Steinhöt? auszugraben 2 f 42 K schuldig sei und könne zu keiner Zahlung gelangen.
Auf diese Klage wurde Adam Bohnet verhört. Derselbe erklärt daß er Stöhr durchaus nichts schuldig sei, er habe zwar dem Stöhr diese 2 f 42 K versprochen aber Stöhr habe nicht darauf eingewilligt und habe 4 f verlangt wo sie durchaus zu keinem Vergleich gekommen sein und so sei er auch jetzt die Forderung mit 2 f 42 K nicht schuldig.
In dem der Alles zuvor förmlich beschlossen geweßen ist und Adam Bohnet nur aus freien Willen diese 2 f 42 K hat geben wollen wo aber Stöhr nicht Zufrieden gewesen ist So kann von dem Gemeinderath dem Adam Bohnet zur Ausbezahlung diese 2 f 42 K nicht gesprochen werden.
Beurkundet Obermusbach Gemeinderath Ziefle Wurster Hofer Hofer Seeger Mast
 
Es liegt noch folgender Zettel im Protokoll-Buch:
Obermusbach d. 3. Febr. 1842
Verhandlung
Die unterzeichneten anerkennen daß der Common Häge im Umlauf bleibe müße und nicht mehr unter den Common Hirten und auf die Waid getrieben werden darf. Solte aber aus gefahren werde, so darf der welcher den Hage in hat darf ein Stük weiter unter den Hirten treiben.
Daß bezeugen die Unterschriften Wurster Hofer Seeger Ziefle Braun Mast Hofer
Hiermit ist das Gemeindeprotokollbuch geschlossen.
 
Übertragung komplett abgeschlossen am 26.11.2010.

Ermittelt und aufgeschrieben von Hans Rehberg.

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