Bereits im Lagerbuch des Kloster Reichenbach von 1427 ist diese Grenze beschrieben.
Im Jahre 1557 wurde sie dann durch die Fürsten von Württemberg und Baden-Eberstein bestätigt. Ebenfalls wurde sie noch einmal im Lagerbuch des Klosteramtes Reichenbach nach dem 30jährigen Krieg im Jahre 1667 beschrieben. In dieser Zeit, kurz vor Beginn des 30jährigen Krieges, aber bereits nach der Annektierung des Klosters durch den Fürsten von Württemberg im Jahre 1595 wurden 1606 die Grenzsteine gesetzt, die heute noch stehen und die wir auf unserer Tour besichtigen wollen.
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Die fünfte Grenzwanderung von der Kälberbrooner Wiese entlang
dem Glattbach zur Glattquelle und weiter bis oberhalb
des Stutztales wollen wir fortsetzen. Die Kälberbronner Wiese liegt
auf halben Weg zwischen der Glattquelle und dem Angelsbrunnen (wobei
vermutlich der heutige Angelsbrunnen der damalige Manndelsbronnen ist).
Diese Wanderung entspricht also den umgekehrten Weg wie im Lagerbuch von
1427 beschrieben.
Der Grenzabschnitt ist auf der untenstehenden Karte von 1938
eingekreist.
Eingekreister Grenzabschnitt Wir starten an der Stelle wo die von Obermusbach kommende K4728 in
den Wald eintaucht. Das Flurstück heißt Hilpertshöfle.
Von der Kreuzung am Waldrand gehen wir hoch in Richtung
Glattquelle. Nach etwa 100 m finden wir den ersten Grenzstein der Grenze
zwischen Hallwangen und Obermusbach.
![]() Nach etwa 50 m folgt Nr. 189
![]() Ein kleiner unbeschrifteter Stein
![]() Nr. 187
Es folgen im Abstand von 50 m zwei umgestürzte Grenzsteine
Es folgen wieder zwei kleine Steine
Unter diesem Holzhaufen müßte vom Abstand her der nächste Stein
sein.
Der nächste Stein liegt am Ende des Waldstreifens. Hier endet die
Wiese und die Grenze verläuft im rechten Winkel am Waldrand etwa 100
m bis zum Glattbach. Der Grenzverlauf kann an der Einkerbung auf der
Steinstirnfläche des von mir aufgerichteten Grenzsteins verfolgt
werden.
Hier endet die Wiese und der Waldrand verläuft in einem rechten
Winkel
Der nächste Stein liegt am Waldrand etwa auf der Hälfte zwischen dem
Rechten Winkel und der Glatt.
Nr. 180 steht in der Nähe der Glatt.
Ab hier wird die Verfolgung des Grenzverlaufes sehr schwierig, da wir
in einen Lotharwald kommen mit vielen kleinen dichtstehenden Nadelbäumen
und hohen Fahrn. Der Grenzverlauf verläuft im nach der Kopfeinkerbung in
einem leichten Winkel weg von der Glatt. Und richtig nach einigem Suchen
finden wir Glattaufwärts am Rand einer kleinen Lichtung den nächsten
Stein.
Am Rand einer Lichtung zum Hochwald
![]() Nr. 179 steht direkt an der Glatt im dichten
Unterholz.
Richtung Süden sehen wir einen Grenzholzpfahl aber keinen Stein. Dies
scheint der Verlauf der kleinen Grenznase zu sein, die auf den TOP-Karten
eingezeichnet ist.
Wir kommen zu einer mit Laub verdeckten Verdohlung die den Eindruck
erweckt, dass hier die Glatt entspringt. Unser Navi zeigt jedoch an, das
wir noch 200m weiter durch Gestrüpp müßen.
Etwa 50 m vor dem Glattbrunnen (nach Navi) finden wir noch einen
Grenzstein.
Bei diesem schrägen abgebrochenen Baumstamm dürfte nach unserem Navi
sich der Glattbrunnen befinden. Wir finden nur eine moorige Fläche ohne
Wasser, bei unserem trockenen Herbst 2011 allerdings kein Wunder.
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In diesem Bereich gibt es einige neuaufgeschüttete Wege die nicht in
den Karten eingetragen sind, so das eine Positionsbestimmung nicht einfach
ist.
Wir gehen auf einen dieser Wege an einem Jägerstuhl vorbei zu einem
neuen Querweg. Hier geht es nach Recht nach einigen Meter auf eine
Kreuzung des Äschenriedweg. Hier finden wir einen Hallwanger
Grenzstein.
Wir gehen nach links, weg vom Hallwanger Stein und finden bald einen
weiteren Stein, den wir der Obermusbacher Grenze zuordnen. Ab hier grenzt
Obermusbach an Seewald bzw Besenfeld. Eine eigentümliche Grenze, da hier
nur eine breite Landzunge aus der Erzgrube in den Bereich von Obermusbach,
Hallwangen und Palzgrafenweiler hineinragt.
Hier finden wir Grenzsteine, die nach dem Heimatbuch "Baiersbronn-Vom
Königsforst zum Luftkurort" S. 78, der Bauart nach im Jahr 1557
aufgestellt wurden.
![]() Nr. 249
Der Grenzverlauf ist hier wieder abgewinkelt. Es folgt bald ein
weiterer Stein. Der weitere Grenzverlauf ist etwa 250 m paralell zum
Äschenriedweg entlang eines Grasweges.
![]() Nr. 244
Der Grasweg endet hier. Wir sehen zurück in den links verlaufenden
Weg. Der rechte Weg ist nach Musbach ausgeschildert.
An der Weggabelung finden wir den Schwarzwaldvereinswegweiser
"Dachsbau".
Wir folgen dem befestigten Weg talwärts und finden in der nächsten
Kurve links einen Grenzstein, der keine erkennbare Kennzeichnung
hat.
Weiter talwärts verlassen wir nach 100 m den nach rechtsverlaufenden
Weg und folgen einen geradeaus verlaufenden Grasweg. Dieser Weg verläuft
in Richtung Elsenbrunnen.
An diesen Weg finden wir bald den nächsten Grenzstein. Hier sind wir
an der Grenze Obermusbach-Igelsberg. Der Stein stammt aus den Jahren vor
1806, da er noch das Zeichen CLR für Oberamt Closterreichenbach
trägt.
Es folgen an diesem Weg weitere Grenzsteine mit
CLR-Kennzeichnung.
![]() Nr. 23
![]() Nr. 26
Wir kommen zum Wegweiser "Schwenke".
Hier sind wir am Endpunkt unserer Wanderung. Den weiteren Verlauf
haben wir verloren, sind aber bald an der Stelle wo wir die Wanderung IV
beendet haben.
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