Wappen von Musbach Obermusbach

Die Geschichte vom Dürr-Haus,
heute im Besitz der Familie Kirschmann

- die alte Nr. 28 -

Das Haus wurde von Georg Dürr 1925 erbaut.
Georg Dürr, *8. 9.1888 in Wörnersberg +1934, er heiratet Marie Dölker aus Obermusbach.
Georg Dürr war Taglöhner und Jagdaufseher für das Jagdrevier von Emil Hamma.

 
Im Freudenstädter Adressbuch von 1939 wird Marie Dürr, JagdaufseherWitwe geführt.
Im Haus wurde auch Wohnraum für die Familie Hamma bereitgestellt.
Der Sohn fällt im II. Weltkrieg. Die Tochter Hedwig Dürr erbt das Anwesen.
 
Ernst Kirschmann aus Hallwangen, *1916 +1992 heiratet am 9.7.1949 Hedwig Dürr, *1924 +2008.
Sie haben drei Kinder.
 
 
In den Gemeinderatsprotokollen finden sich folgende Einträge:
2. März 1921
Das sog. Kraggenwäldle wurde abgeholzt und soll zu einem Feld ausgerodet werden.
Der Taglöhner Georg Dürr erhält das Grundstück kostenfrei für 10 Jahre, muß dafür das Waldgrundstück zu einem Feld umarbeiten. Das anfallende Stockholz erhält er ebenfalls kostenlos.
14. April 1921
Frau Hofer vom Auerhahn, die die Telefonstelle betreut hat ist gestorben. Die Telefonstelle wird Georg Dürr und seiner Frau übertragen.
Anmerkung: Fam. Dürr wohnt zu diesem Zeitpunkt im Auerhahn.
20. Dezember 1922
Betrifft die Errichtung einer Posthilfsstelle.
Die Telephonhilfsstelleinhaberin Maria Dürr hat sich zur Übernahme dieser Stelle bereit erklärt. Die Posthilfsstelle wurde genehmigt und am 1. Febr. 1923 eröffnet.
15. Januar 1924
Betrifft: Telegraphenhilfsstelle
Das Reichspostministerium hat verfügt, daß vom 1. Febr. d.J. ab sämmtliche Telegraphenhilfsstellen aufgegeben werden. Vom Gemeinderat wird beschlossen:
Die Telegraphenhilfsstelle auf Kosten der Gemeinde weiter bestehen zu lassen und der Vorsteherin Frau Dürr pro Monat 3 M in Vierteljahrraten auszuzahlen.
12. Januar 1925
Betrifft: Bürgerechtserteilung
Der Taglöhner Georg Dürr, geboren am 8. September 1888 in Wörnersberg, wohnhaft seit 2.1.1921 hier, stellt Antrag auf Erteilung des Bürgerrechts hier.
Beschluß: Dem Georg Dürr, das Bürgerrecht hier zu erteilen gegen Entrichtung der Gebühr von 2 RMark.
28. Oktober 1925
Betr: Telefonhilfsstelle
Der derzeite Besorger der Telefonhilfsstelle, Georg Dürr, zieht von Haus Nr. 2 weg in seinen Neubau. Letzterer ist ziemlich weit vom Ort entfernt und paßt nicht mehr für eine amtliche Telefonstelle.
Beschluß: Dem Georg Frey die Telefonhilfsstelle zu übertragen, gegen Bezahlung des bisherigen Wartgeldes.
 
 
Die Fotos wurden von Theo Hamma und Marianne Buser geb. Kirschmann zur Verfügung gestellt. Hierfür vielen Dank.
Ermittelt und aufgeschrieben von Hans Rehberg.
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