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Zur Zeit des großen Brandes 1822, dem Ausgangpunkt unserer
Recherchen, war der Taglöhner Johann Michael Frey
Eigentümer des Hauses. Das Haus steht heute nicht mehr, es brannte
dreimal ab und wurde nach dem letzten Brand 1915 nicht wieder
aufgebaut.
Georg Morhardt (auch Morat oder Morath), OM25a, *Febr.
1621 +7.7.1698, Schultheiß, heiratet 1646 Brigitta Beilharz *um
1622 +24.3.1675 aus Lombach. Sie haben 14 Kinder.
Georg Morath besitzt 1 Hof allein und 1 Hof gemeinsam mit Michael
Ziefle. Es erben 7 Kinder. Die Tochter Anna erhält den Hof-Nr. 14. Sohn
Michael heiratet die Witwe von Georg Mast und übernimmt deren Hof. Nr.
6.
Im Vogtsgerichtprotokoll von 1608 ist noch kein Morhardt genannt,
vermutlich waren die Morhardts zu diesem Zeitpunkt noch nicht in
Obermusbach vertreten.
Michael Morhardt, OM27c, *5.11.1650
*19.11.1717,als Schultheiß unterschreibt er die
Heiligenrechnungen von 1702 bis 1710, heiratet 1673 Agatha Gaisser *Sept.
1634 +28.3.1712, Witwe des Georg Mast
vom Mast-Hof Nr.14. Sie haben einen Sohn und eine Tochter. Der Sohn
stirbt als Kleinkind und die Tochter Christina heiratet nach Grüntal.
Wenn wir die Geschichte zurückverfolgen, so stoßen wir auf
Conrad Frey aus Tonbach-Höfe. Er heiratet eine
Tochter von Georg Morhardt
einen der großen Obermusbacher Hofbesitzer um 1645. Seine Frau hat den
Vater gepflegt und erbt vermutlich einen Hofteil. Er wird als
Leibgedingbauer geführt.
Conrad Frey, OM24a, *25.11.1655 +22.3.1729 aus Höfe
im Tonbach heiratet 1679 Anna Mohrhardt, *30.12.1657
+9.4.1742.
Sie haben 10 Kinder.
Zwei Söhne übernehmen die Tagelöhner-Güter Nr. 9 und Nr. 4. Die
Tochter Magdalena erhält den Hof Nr. 14.
Sohn Georg erbt, wird als Tagelöhner geführt und ist der
Vorfahr des Bauer-Hauses von 1822.
Sohn Christoph wird auch als Tagelöhner geführt und
wird hier weiter verfolgt.
Vermutlich sind es die beiden Freybrüder Georg und Christoph, die
1721 an der Geistervertreibung beteiligt waren.
Christoph Bernhard Frey, OM26a, *4.10.1681
+21.9.1755, Taglöhner, heiratet in 1.Ehe 1704 Anna Maria
Frey, *10.12.1676 +9.7.1734 durch Unfall, aus Röt. Sie haben 7 Kinder.
Sohn Johann Martin erbt das Haus.
Die Tochter Anna Maria Frey, *25.3.1714 heiratet Johannes Haist,
*25.5.1706 in Baiersbronn-Au. Johannes Haist ist Beisitzer in Obermusbach
zieht jedoch mit Frau um 1755 nach Neu-Nuifra.
Christoph heiratet in 2.Ehe 1735 Anna Maria Gruber, *8.2.1699 + nicht
bekannt. Sie haben 2 Kinder.
Johann Martin Frey, OM17c, *21.10.1717 +4.1.1766
heiratet in 1.Ehe 1742 Regina Schmältzlen, *4.12.1715 +15.9.1748 aus
Baiersbronn-Stöcken. Sie haben 5 Totgeburten. Nach der 5. Geburt stirbt
die Mutter.
Martin heiratet in 2.Ehe 1749 Agnes Schlee, 18.12.1724 +28.12.1771
aus Durrweiler. Sie haben 5 Kinder. Sohn Johann Michael erbt. Tochter Eva
heiratet J.M. Wurster, Bauer in Obermusbach.
Die Witwe Agnes Frey geb. Schlee heiratet in II. Ehe
Christian Bätsch, OM17d, *um 1735 aus Römlinsdorf. Sie
haben keine Kinder.
Johann Michael Frey, OM29c, *23.1.1762 +16.4.1837
heiratet 1789 Anna Catharina Mast, *12.1.1769 +22.2.1830 aus Obermusbach.
Sie haben 4 Kinder.
Sohn Johannes kauft 1823 das neu aufgebaute Haus von den
Eltern.
Es ist noch nicht geklärt, ob die Ehefrau Anna C. Mast eventuell den
Hof Nr. 9 mit in die Ehe gebracht hat. Aus diesem Grund sollen hier ihre
Ahnen aufgeführt werde.
Johannes Mast, OM6b, *1667 der Urgroßvater von Anna
C. Mast und Erbe vom Ochsen Nr. 6. Seine Daten finden wir unter Nr.
6.
Johannes Mast, OM12aa, *1.9.1701 +27.12.1750 ist
Mesner und der Großvater von Anna. Er wird 1736 im Kirchenregister als
Tagelöhner und 1741 "jetzt Bauer" geführt und heiratet 1734 Maria
Catharina Adrion, *2.2.1705 +9.6.1755 aus Ehlenbogen. Sie haben 5 Kinder.
Maria heiratet in II.Ehe Johann Michael Schittenhelm, OM12ab,
*6.10.1722 +27.7.1806 aus Frutenhof, sie haben keine
Kinder.
Johannes Mast, OM11/12b, *15.10.1738 +2.11.1813 ist
der Vater von Anna. Er ist Bauer, Mesner und Richter und
heiratet 1758 Eva Schneider, *26.9.1733 +30.10.1801 aus Heselbach. Sie
haben 6 Kinder. Tochter Anna Catharina bleibt in Obermusbach.
Johannes Frey, OM42c, *25.3.1800 +1.1.1866 heiratet
1823 Margaretha Züfle, *12.4.1798 +11.6.1870 aus Igelsberg. Sie haben 4
Kinder.
Eine Tochter stirbt früh, zwei Töchter heiraten nach Untermusbach.
Im Gemeinderats-Protokoll von 1839 ist die Ablösung von der
Zehnten-Zahlung geregelt. Die Basis für die Ablösezahlung ist der Zehnte,
der im Lagerbuch von 1667 aufgeführt ist. Es wird hierbei das 16-fache der
Summe von 1667 als Ablösesumme festgelegt.
Am 28.1.1859 verkauft Johannes gemäß Kaufbuch II den Hof an seinen
Sohn Johannes und seine Schwiegertochter Friderika Schneider aus
Heselbach.
Johannes Frey, OM22d, *1.7.1826 + in Amerika
heiratet 1859 Friderika Schneider, *25.2.1836 +in Amerika, aus
Heselbach. Sie haben 3 Kinder:
Katharina Frey *24.4.1860,
Anna Maria Frey *20.8.1861,
Johann Adam Frey *22.7.1863.
Die Familie wandert 1870 nach Amerika aus. Damit endet diese Frey-Linie in Obermusbach.
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Gemäß Kaufbauch II kauft am 4.8.1864 im Rahmen einer (Gant-)
Konkursversteigerung Johann Adam
Bohnet *1809 von Hof-Nr. 13 die Liegenschaft um 7000
Gulden. Der Sohn Johann Adam erhält den Hof.
Johann Adam Bohnet, OM39a, , *12.12.1837 +12.12.1901
heiratet am 5.4.1866 Anna Katharine Bohnet, *1842 +9.8.1900. Sie haben 4
Kinder.
Er läßt das Haus 1871 abbrechen und neu aufbauen.
Mit Kaufvertrag vom 16.2.1899 verkauft Johann Adam mit
Einwilligung seiner Ehefrau Anna Katharine geb. Bohnet seine Liegenschaft
Kaufbuch II.Band Blatt 35-52 an seinen Sohn Johann Adam und dessen
Verlobte Katharina Pfeifle. Der Vertrag enthält
Leibgedingverpflichtungen.
Anzeige im "Der Grenzer" von 1900, Katharine Bohnet
stirbt am 6.8.1900
Aus dem "Grenzer" vom 16.03.1886
Johann Adam Bohnet *1867 +1940 heiratet in 1. Ehe
1899
Katherine Pfeifle *1874 +1905.
Sie haben zwei Kinder.
Er heiratet in 2. Ehe 1906
Berta Kohler *24.8.1884 +1963 aus Grünthal. Sie haben 6 Kinder.
Adam Bohnet wird in den Schätzungsbüchern bis 1905 als Eigentümer
geführt.
Der Hof Nr. 9 von Johann Adam Bohnet 1906
Das obige Foto wurde anläßlich einer Einquartierung von
126 Soldaten am 8. und 9. September 1906 gemacht.
Das Wohnhaus Nr. 9 brennt am 03.12.1915 ab
und wird nicht wieder aufgebaut.
Joh. Adam Bohnet kauft
den "Ochsen" und stellt 1921 als Ochsenwirt den Bauantrag für die noch
heute stehende Wagenremise beim Ochsen.
Auch im Grundkataster von 1935 ist Johannes Adam
Bohnet als Eigentümer eines Ökonomiegebäudes mit Remise und Schuppen auf
dem Grunstück Nr. 9 geführt.
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